Wir über uns
Der Wunsch nach einem Hund war bei uns schon immer sehr groß, die Frage war jedoch, was für Einer es sein sollte.Ich kannte von zu Hause in erster Linie Spitze, gehalten im Zwinger oder an einer langen Laufleine. Dieses war für meine Frau eine Horrorvorstellung. Bei ihr zu Hause gab es einen großen Münsterländer, der voll zur Familie zählte und sämtliche Räume im Haus nutzen durfte.
Nach unserer Heirat und Geburt unseres Sohnes Christoph wurde ich dienstlich von Kleve nach Krefeld versetzt und hatte die Wahl zwischen einer Stadtwohnung im dritten Stock oder einer alten Doppelhaushälfte mitten auf dem Land.
Wir haben uns für die Doppelhaushälfte entschieden, 1968 gekauft, renoviert und mehrmals umgebaut, ideal um dort Hunde zu halten und auch eventuell zu züchten.
Da ich Schichtdienstler war, musste ein Hund her, damit meine Frau Nachts nicht alleine zu Hause war.
Zuerst hatten wir einen Mischlingsrüden Typ Bracke, anschließend eine Schäferhündin und danach einen Bernadinerrüden, alle drei jeweils aus dem Tierheim.
Zwischenzeitlich war unser zweiter Sohn Udo geboren. Nach dem er etwas größer war, ging auch meine Frau wieder arbeiten, vorerst ebenfalls im Schichtdienst. So konnte immer jemand zu Hause die Kinder und den Hund betreuen.
Da der Bernhardiner absolut kein Hund für Fahrradtouren war, haben wir uns nach einem lauffreudigen Hund umgesehen. An unserer Arbeitsstelle kam täglich ein Fahrradfahrer mit zwei Dalmatinern vorbei. Diesen nach 2 Wochen ansprechen und über die Rasse ausquetschen war eins. Zeitgleich wurde für eine Dalmatinerhündin für ca. 3 Monate eine Pflegestelle gesucht.
Hier haben wir uns beworben und die Hündin für diese Zeit übernommen. Keine Frage, es gab gleich 4 neue Dalmatinerfans mit dem Namen Derieth und dem Wunsch nach einem eigenen Dalmi.
Im Februar 1975 wurden wir in Dormagen fündig und holten uns im März unseren ersten Welpen ins Haus. Diese war "Anke vom Harremer Feld", weiß/schwarz. Unser Rüde adoptierte die Kleine und hat noch den ersten Wurf von Anke mit aufgezogen.
Anke wurde auf Bitten der Züchterin zur Europasiegerzuchtschau in Köln gemeldet und wurde Jugendsiegerin.
Da nur 2 Hündinnen gestartet waren und die Andere einen Zahnfehler hatte, wollten wir jetzt wissen, wo unser Hund wirklich stand und haben uns dadurch zum Aussteller entwickelt.
Wir haben uns im Club angemeldet, möglichst viele Veranstaltungen besucht (soweit es mit 2 schulpflichtigen Kindern möglich war) und hatten im Oktober 1977 unseren ersten Wurf. Aus dem zweiten Wurf 1979 erhielt Christoph seine weiß/braune Bonny vom Benrader Feld.
Anke vom Harremer Feld wurde unsere Stammhündin, sie hatte 3 Würfe und war eine gute Vererberin. Auch Bonny hatte 3 Würfe, die sich alle gut entwickelt haben, ihre Schwester Bonita hatte einen Wurf.
Nach dem Anke nicht mehr lebte, haben wir uns Kirit vom Hause Lutzina dazugeholt und auch mit ihr und ihren Kindern Itala-Inka und Joschi weitergezogen.
Als Bonny alt wurde und der Gedanke an Trennung doch mal kam, suchten wir wieder nach einem weiß/braunen Welpen und holten in Dänemark die Hündin "Vinca´s Gipsy".
Somit hatten wir jetzt, 1989, vier Hündinnen im Haus, dazu immer mal wieder Hunde in Pflege, so dass es im Sommer auch schon mal Acht gleichzeitig waren, aber dieses war absolut kein Problem.
Kirit vom Hause Lutzina wurde 4 mal von unseren Nachzuchtrüden und Vinca´s Gipsy 3 mal gedeckt, sowie 2 mal von einem Fremdrüden.
Vielen dürften die Rüden Rasti, Sammy (weiß/schwarz) und Zygan vom Benrader Feld (weiß/braun) bekannt sein, alle Drei Nachkommen von Vinca´s Gipsy und Marquis vom Benrader Feld. Als Deckrüde aus dieser Verbindung steht noch Zygan zur Verfügung.
Im Haus befindet sich z. Zt. nur noch die weiß/schwarze Hündin Buffy Jurean, eine Tochter von Rasti. Jetzt schauen wir wieder, ob uns eine weiß/braune Hündin gut gefällt und auch wieder in die Linie passt.
Solange es uns Spaß macht und wir es verantworten können, wird es auch weiterhin Welpen "vom Benrader Feld" geben und unser Hauptaugenmerk wird auf gutem, freundlichem Wesen und guter Gesundheit liegen.
Ach ja, Siegertitel haben unsere Hunde auch erhalten. Wichtiger ist für uns jedoch, dass der Hund gesund und freundlich zu Mensch und Tier ist. Er soll auch einen verantwortungsvollen neuen Besitzer finden, der ihn rassetypisch aufwachsen lässt, dass heißt, ihn hundgerecht hält. Jetzt hoffen wir darauf, dass aus den letzten Würfen noch etliche Hunde ausgestellt werden und ebenfalls teilweise in die Zucht kommen.
Übrigens, seit 1981 bin ich Landesgruppenleiter und Hauptzuchtwart von Rheinland im Deutschen Dalmatinerclub von 1920 e. V., organisiere die Zuchtschau in Dormagen-Delhoven und betreute vor Jahren auch die Sonderschauen auf der Internationalen Zuchtschau in Köln und Essen. Zudem war ich 6 Jahre Mitglied in der Zuchtkommission.
Meine Frau war Ehrenratsvorsitzende, Kassenprüferin und zwölf Jahre Schatzmeisterin. Unser Sohn Christoph ist seit Jahren Richter für unsere Rasse. Udo und seine Frau Michaela hatten jahrelang einen Verkaufsstand mit Dalmatinerartikeln.
Ja, so kann es gehen, wenn man zum Dalmatinerfan wird.