Auf dieser Seite finden Sie in einer kurzen und stark vereinfachten Zusammenfassung die neusten Erkenntnisse aus den genetischen Forschungsstudien bei Hunden (aus Finnland und anderen Ländern weltweit).
Wir bemühen uns sehr, die Übersetzungen so einfach wie möglich zu halten und bitten um Verständnis, dass wir keine Garantie für die detailierte Genauigkeit der kurzen und einfachen Übersetzungen geben können. Wir verweisen Sie deshalb auf die englische Original-Publikationen, welche sie durch Anklicken der Überschriften der einzelnen Zusammenfassungen aufrufen können.
In Finnland wurde bei 16 gesunden und 15 an Epilepsie erkankten Finnischen Spitzen ein EEG in leichter Narkose durchgeführt. Dieser Artkel beschreibt die Methoden und Ergebnisse dieser Untersuchungen an Hand von sichtbaren veränderungen im EEG von gesunden, erkrankten und mit Phenobarbital behandelten Hunden der Rasse Finnischer Spitz. Die Autoren dieses Artikels kamen zu dem Ergebnis, dass die Gehirnregion, wo die Epilepsie beim finnischen Spitz herrührt, identifiziert werden konnte und dass Unterschiede im EGG sichtbar wurden zwischen gesunden, erkankten und mit Phenobarbital behandelten Hunden. Sie folgern daraus, dass das EEG eine hilfreiche Methode ist, epileptische Patienten zu untersuchen.
Referenzen: Jeserevics J, Viitmaa R, Cizinauskas S, Sainio K, Jokinen TS, Snellman M, Bellino C, Bergamasco L., Department of Clinical Veterinary Sciences, University of Helsinki, Helsinki, Finland
Die anale Furunkulose (AF) (Furunkel im Analbereich) ist eine chronisch progressive entzündliche Erkrankung des perianalen Gewebes, die vor allem Deutsche Schäferhunde im mittleren bis höheren Alter betrifft. Da Vertreter dieser Rasse etwa 80% aller beschriebenen Fälle ausmachen kann man davon ausgehen, dass für diese Erkrankung eine genetische Disposition vorliegt. Obwohl es einige Ähnlichkeiten mit perianalen Fisteln gibt, die beim Menschen im Zusammenhang mit Morbus Crohn auftreten, sind die Ursache und die Pathogenese der AF beim Hund noch wenig geklärt. Neuere Untersuchungen weisen auf eine immunvermittelte Grundlage hin. Diese Hypothese wird unterstützt durch klinische Reaktionen betroffener Tiere auf das immunsuppresive Medikament Cyclosporin.
Ziel der vorliegenden Studie war die Untersuchung von Genen aus dem Bereich des Caninen Major Histocompatibility Complex Systems (= funktioneller Komplex von Genen, die im Bereich der Immunantwort eine wichtige Rolle spielen).Es wurden Dog-Leukocyten-Antigen (DLA)-Klasse II- Allele und Genkombinationen nicht alleler Gene mittels Gensequenzierung typisiert. Dabei wurden 107 Merkmalsträger von AF sowie 196 nicht Merkmalsträger der selben Rasse aus Grossbritannien untersucht. Eine bedeutende Verbindung zwischen dem Genkomplex DLA-DRB1*00101 und dem Vorliegen von AF wurde festgestellt.Diese Assoziation wurde in einer zweiten Studie an Schäferhunden in Finnland bestätigt. Homozygotie für das genannte Allel war assoziiert mit einem früheren Erkrankungsalter.
Referenzen:Kennedy LJ, O'Neill T, House A, Barnes A, Kyöstilä K, Innes J, Fretwell N, Day MJ, Catchpole B, Lohi H, Ollier WE. Centre for Integrated Genomic Medical Research, University of Manchester, Manchester, UK)
Vielen lieben Dank an Frau Prof. Dr. Irene Sommerfeld-Stur, die uns geholfen hat, die englische Originalzusammenfassung zu übersetzen und zu erklären. Damit war das EPIDAL-Team dann doch etwas überfordert.
Bei Hunden kann eine grössere Varianz in der Körpergrösse fest gestellt werden, als bei allen anderen Wirbeltieren der Erde. Dieser Artikel beschreibt die Unterschiede im Erbmaterial von grossen und kleinen Hunden. Die Autoren dieses Artikels kamen zu dem Ergebnis, dass ein einfacher Nucleotid-Polymorphismus (=Variationen von einzelnen Basenpaaren in einem DNA-Strang) im Chromosom 15 bei kleinen Hunden vorliegt, aber bei grossen Hunden fehlt. Deshalb liegt die Vermutung nahe, dass dieser Unterschied im Erbmaterial auf dem Chromosom 15 bei der Körpergrösse eines Hundes eine entscheidene Rolle spielt.
Referenzen: Nathan B. Sutter,1 Carlos D. Bustamante,2 Kevin Chase,3 Melissa M. Gray,4 Keyan Zhao,5 Lan Zhu,2 Badri Padhukasahasram,2 Eric Karlins,1 Sean Davis,1 Paul G. Jones,6 Pascale Quignon,1 Gary S. Johnson,7 Heidi G. Parker,1 Neale Fretwell,6 Dana S. Mosher,1 Dennis F. Lawler,8 Ebenezer Satyaraj,8 Magnus Nordborg,5 K. Gordon Lark,3 Robert K. Wayne,4 Elaine A. Ostrander1*