

Wir müssen uns klar machen, dass alle Info ausschließlich dem Zwecke dient, dem Forschungsteam Einblicke in den Erbgang der Epilepsie in unserer Rasse zu geben, damit der genetische Hintergrund dieser grausamen Krankheit verstanden werden kann und die Krankheit selber durch einen einfachen Gentest vermeidbar wird. Es steht absolut außer Frage, dass diese Daten missbraucht werden, um mit dem Finger auf Züchter oder einzelne Hunde zu zeigen, welche der Gegenwart oder sogar der Vergangenheit angehören. Es ist wichtig, nach Vorne zu schauen und die Möglichkeit zu nutzen, Züchtern das unerlässliche Hilfsmittel zu geben, Epilepsie bei Dalmatinern in Zukunft verhindern zu können.
Die Verwandtschaft erkrankter Hunde, die Anzahl der erkrankten Hunde innerhalb eines Wurfes, sowie die Verwandtschaft ihrer entfernten Vorfahren helfen Hannes, die Art und Weise des Erbganges besser abschätzen zu können, und um wie viele Gene es sich handelt. Ist das Gen einmal entdeckt, so wird Hannes an Hand der Ahnentafeln potentielle Träger testen. Somit ist das Ahnentafelnetzwerk ein unerlässliches Werkzeug zur Entwicklung eines Gentestes.
Deshalb ist es Bedingung, dass Züchter und Hundebesitzer korrekte und vollständige Informationen an das Forschungsteam und ihre direkten Kontaktpersonen geben. Diese Informationen werden selbstverständlich höchst vertraulich behandelt!
Wird keine Ursache für das Auftreten von Epilepsie gefunden, so spricht man von idiopatischer (=primären) Epilepsie. Andere Ursachen sind z.B.
- Schilddrüsenüberfunktion
- Gehirnschäden, verursacht durch Infektionen
- Vergiftungen
- Gehirntumore
- etc.
Das bedeutet, dass der Hund viele Tests über sich ergehen lassen muss, bis diese Diagnose gestellt werden kann. Die Untersuchungen sind teuer (ca. 800 Euro) und sowohl für den Hund als auch den Besitzer nicht immer angenehm.
Wir möchten die Besitzer/Züchter von Dalmatinern mit epileptischen Symptomen motivieren, diese Mühe und das Geld zu investieren, um durch die so genannte Ausschlussmethode zu gehen. Das Ergebnis ist für diese genetische Forschungsstudie extrem wichtig und ebenfalls für die gesundheitliche Zukunft aller Dalmatiner weltweit bedeutend!
Alle finnischen und amerikanischen Dalmatiner des Ahnentafel-Netzes sind via der Ausschlussmethode mit idiopatischer Epilepsie diagnostiziert worden.
Sollten Sie im Besitz eines Dalmatiners sein, welcher nicht komplett untersucht wurde, so kontaktieren Sie bitte dennoch Dr. Hannes Lohi.
Davon ist aus zu gehen. Es gibt Fälle von idiopatischer Epilepsie aus Ourcross-Verpaarungen.
Einige Epilepsie-Gene sind sogar rasseübergreifend identisch, andere passen sogar zum Menschen!
Email: epidal@dalmatiner.org