
Die Stiftung PeSaTu unterstützt die finnischen Rasseklubs in Sachen Organisation und Finanzierung. Wir möchten es nicht versäumen, die Ziele und Aufgaben dieser Stiftung zu erläutern und haben deshalb eine deutsche Übersetzung der PeSaTu- Internet-Startseite angefertigt.
"Die Stiftung zur Unterstützung der Erforschung von Erbkrankheiten, PeSaTu ry, ist eine nicht-gewerbliche, zu Spenden aufrufende Stiftung, welche gegründet wurde, um genetische Forschungsstudien bzgl. der Erbkrankheiten in Rassehunden zu finanzieren, zu betreuen und zu unterstützen. Das Ziel dieser Stiftung ist es, das Bewusstsein über Erbkrankheiten zu erweitern und auf die Notwendigkeit zur Unterstützung der Wissenschaft hinzuweisen.
Die meist gestellte Frage: Warum Finnland, und warum Hunde?
Finnland ist ein Land mit einer außergewöhnlichen Population, einem kleinen und engen Genpool.
Dieses macht die Finnen zur idealen Rasse für die genetische Forschung. Prof. Leena Palotie ist eine international anerkannte Wissenschaftlerin der Genetik und leitet die Forschung an der Universität Helsinki, Finnland, Biomedicum Institut. Prof. Leena Palotie ist Gründerin des Genetischen Forschungszentrum an der Universität von Kalifornien, leitet das EU Genom Forschungsprojekt GENOMEUTWIN, weist über 400 wissenschaftliche Veröffentlichungen auf, wurde an die U.S. Nationale Akademie der Wissenschaften eingeladen und hat mehrere wissenschaftliche Auszeichnungen erhalten.
Weitere Fakten: hier

Prof. Leena Palotie
Die soeben angelaufene Forschungsstudie in Rassehunden wird von Dr. Hannes Lohi geleitet, welcher am Kinderkrankenhaus von Toronto, Kanada, ein Forschungsteam geleitet hat, welches die verantwortlichen Gene der fatalen Form der Lafora-Krankheit (Epilepsie in Teenagern) untersucht und entschlüsselt hat. Epilepsie, ein abnormaler Zustand des Nervensystems, tritt bei Hunden häufiger auf als bei Menschen. Diese Forschung führte zu dem Ergebnis: Epilepsie der Zwerg-Rauhaardackel, = Lafora Erkrankung des Menschen. (Die Ergebnisse wurden im Science Magazine im Januar 2005 publiziert).
Mehr als 5 % der Hunde dieser Rasse sind auf Grund einer Wiederholung der Mutation im Gen Epm2b und Innzucht von dieser Form der Epilepsie betroffen. An Hand der Hunde konnte das Forschungsteam diese Gene identifizieren, welche für diese Krankheit verantwortlich sind. Momentan wird eine Behandlungmethode basierend auf diesen Forschungsergebnissen entwickelt. (Anmerkung: Mittlerweile steht ein Gentest zur Verfügung.)
Diese Art und Weise der Forschung bedarf einen enormen finanziellen Spielraum und deshalb wurde diese Stiftung gegründet. Gründungsmitglieder sind: Der Verband finnischer Veterinärmediziner, Verband finnischer Hundezüchter, finnische Nova Scotia Retriever Verband, The Great Pyrenees und The Pyrenean Shepherds Verband and Shetland Oy.
Hunde sind in sehr engen Rassen gezüchtet worden und Finnland besitzt hervorragend registrierte und gesammelte Daten aus nahezu 100 Jahren Hundezucht (KoiraNet- Datenbank). Diese beiden Aspekte macht Finnland zu dem idealen Standort für genetische Forschungsstudien und die Kombination von Mensch und Hund gibt den Forschern ideale Voraussetzungen, um eine große DNA-Datenbank anzulegen.
Der Hauptanteil der Forschungsarbeiten wird von der finnischen Regierung finanziert (Universität Helsinki, finnische Akademie, Biomedicum und andere), aber um dieses Ziel schneller zu erreichen sind Spenden von Einzelpersonen und Instituten dringend notwendig.
Dr. Hannes Lohi ist jetzt wieder in Finnland, an der Universität Helsinki, Biomedicum, Genforschungszentrum, und hat ein Forschungsteam ins Leben berufen, welches verschiedene Erbkrankheiten entschlüsseln soll, wie die verschiedenen Formen von neurologischen Erkrankungen wie z. B. Epilepsie, aber auch Krebs, Knochenerkrankungen, Autoimmunerkrankungen, Hepatitis, Bauchspeicheldrüsenfehlfunktionen, sowie genetisch bedingte Verhaltensprobleme.
All diese Krankheiten kommen bei Hunden häufiger vor als bei Menschen und es wird davon ausgegangen, dass die Untersuchung von Hunden ein schneller Weg ist, die Genmutationen des Menschen zu entdecken, um somit bessere Behandlungsmöglichkeiten entwickeln zu können.
Wir erhalten finanzielle Unterstützung durch private oder gewerbliche Spenden durch das Erheben von Mitgliedschaftsbeiträgen, direkten Spenden oder Stiftungsveranstaltungen.
Die Stiftung PeSaTu unterstützt Hundebesitzer aktiv darin Blut für DNA zu spenden, und hat alle finnischen Veterinärmediziner, Veterinärkliniken und Praxen, Hundebesitzer, Rasseklubs, Vertreibern von Tierbedarf sowie private Hundebesitzer aufgerufen, an organisierten Blutspenden teilzunehmen, und an die DNA-Bank an der Universität Helsinki weiter zu reichen.
Die Stiftung PeSaTu organisiert geldeinbringende Aktivitäten und Fortbildungen, um das Bewusstsein zu erweitern für die Notwendigkeit der Unterstützung der Erforschung der Erbkrankheiten, in Menschen und Hund gleichermaßen.
Internationale Spenden sind herzlich willkommen!"
(Siehe Aufruf)
Für weiter Informationen kontaktieren Sie bitte: info@pesatu.fi
Englisches Original: hier
Email: epidal@dalmatiner.org